Lernen › Lernpfad 02 · Ausrüstung & Physik

Zubehör & Pflege

Ein Wettkampf beginnt lange vor dem ersten Schuss: Er beginnt zu Hause, mit einer Tasche. Vergisst du den Fülladapter, kannst du vielleicht gar nicht schießen. Packst du etwas Verbotenes ein, schleppst du es umsonst mit. Fang mit dem an, was zu Hause bleiben kann.

Erst nachdenken: Du packst für deinen ersten großen 10-m-Wettkampf. Was kann zu Hause bleiben?

  • Dein eigenes 500-g-Prüfgewicht
  • Ein Spektiv
  • Eine Ersatzkartusche
  • Magnesia

Die Wettkampftasche

Hier ist eine Packliste für den Wettkampf. Hak sie beim Packen ab:

Zu ein paar Punkten ein Wort:

  • Ständer. Tisch plus Ständer dürfen höchstens 1.00 m hoch sein. Dein Pistolenkoffer darf in der Qualifikation als Ständer dienen, aber nicht im Finale.

  • Prüfgewicht. Die Ausrüstungskontrolle hat ihr eigenes, aber mit deinem eigenen Gewicht kannst du den Abzug prüfen, bevor du kontrolliert wirst. Siehe Der Abzug & die 500-g-Kontrolle.

  • Ersatzkartusche. Eine Füllung reicht je nach Pistole für etwa 110–200 Schuss. Ein Wettkampf hat 60 Schuss plus beliebig viele Probeschüsse, und ein Finale bringt weitere 24. Füll vor einem Finale nach oder wechsle die Kartusche.

Trainingstechnik

Elektronische Trainingssysteme wie SCATT klemmen einen kleinen optischen Sensor an den Lauf oder die Kartusche. Er verfolgt, wohin du auf einer Infrarotscheibe zielst, und ein Mikrofon nimmt das Klicken des Abzugs auf. So bekommst du einen Zielverlauf deiner Haltephase vor, während und nach dem Schuss. Ausführlich geht es darum in SCATT & elektronische Trainingssysteme. Für deine Tasche heißt das: Sie sind Trainingsgeräte, keine Wettkampfausrüstung.

Fett, O-Ringe und ein leichtes Händchen

Eine PCP-Pistole hält ihre Luft mit O-Ringen aus Gummi. Sie brauchen ein wenig Pflege, und man gibt ihnen leicht zu viel davon.

Erst nachdenken: Ein O-Ring an der Kartusche sieht trocken aus. Was gehört darauf?

  • Ein paar Tropfen Waffenöl
  • Ein dünner Film Silikonfett
  • Reichlich Fett, damit er nicht wieder austrocknet

Die Routine ist kurz:

  • O-Ringe: ein dünner Film Silikonfett.
  • Kartuschengewinde: ein Hauch Silikonfett, damit das Gewinde nicht frisst (festgeht und ausreißt).
  • Kein Fett ins Ventil.
  • Vor jedem Gebrauch: auf Risse achten und das auf der Kartusche eingeprägte Datum prüfen.

Auch Kartuschen haben eine Lebensdauer: Viele Aluminiumkartuschen laufen 10 Jahre nach dem eingeprägten Datum ab. Dazu gibt es eine eigene Lektion: Kartuschen: Lebensdauer & Sicherheit.

Keine Erdölprodukte an Dichtungen oder im Luftsystem. Wenn du nicht sicher bist, woraus ein Schmiermittel besteht, verwende es nicht.

Prüf die Geschwindigkeit, nicht nur das Gefühl

Ein paar Meter pro Sekunde spürst du nicht in der Hand. Ein Chronograph, der die Geschwindigkeit des Diabolos misst, macht aus dieser Veränderung eine Zahl.

Erst nachdenken: Letzte Saison hat deine Pistole mit deinem Diabolo-Los 150 m/s geschossen. Heute, mit voller Kartusche und demselben Los, sind es 143 m/s. Was ist der sinnvolle nächste Schritt?

  • Die Kimme höher stellen und weiterschießen
  • Mit voller Kartusche nachmessen, nach Undichtigkeiten suchen und die Pistole zum Service schicken, wenn der Abfall echt ist
  • Auf ein leichteres Diabolo wechseln, um die Geschwindigkeit zurückzuholen

Eine schnelle Dichtheitsprüfung braucht kein Werkzeug: Füll die Kartusche und schau, ob das Manometer am nächsten Tag noch dasselbe anzeigt.

In den Herstellerangaben fand sich kein allgemeingültiges Wartungsintervall. Eine vernünftige Routine: Miss regelmäßig mit einem Chronographen und deinen Wettkampf-Diabolos die Geschwindigkeit und schick die Pistole zum Hersteller oder zu einem autorisierten Service, wenn du Undichtigkeiten oder abweichende Geschwindigkeit bemerkst. Frag deinen Hersteller oder Händler, was er für dein Modell empfiehlt.

  • Pack ein 500-g-Prüfgewicht, eine Ersatzkartusche, den Fülladapter, getestete Diabolos und Werkzeug ein. Kein Spektiv auf 10 m.
  • Tisch plus Ständer höchstens 1.00 m; der Pistolenkoffer darf in der Qualifikation als Ständer dienen, nicht im Finale.
  • Ein dünner Film Silikonfett auf O-Ringe, ein Hauch aufs Gewinde, nichts ins Ventil. Keine Erdölprodukte.
  • Zu viel Schmiermittel schadet mehr als zu wenig.
  • Nutze einen Chronographen und prüf das Manometer über Nacht. Undichtigkeiten oder abweichende Geschwindigkeit → autorisierter Service.

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